Die Neuraltherapie nach Huneke arbeitet mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln. Die Wirkung beruht dabei nicht auf der direkt betäubenden Wirkung des Mittels, sondern darauf, daß übergeordnete Regelkreise des Körpers beeinflusst werden.

 

Zu Beginn der Behandlung steht immer das ausführliche
Gespräch. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der vor allem
auf Narben, Verhärtungen des Gewebes oder der Muskeln, der Zustand
der Haut etc. geachtet wird.

Im Rahmen der eigentlichen Behandlung werden sehr
geringprozentige Procain- oder Lidocainlösungen zur Bildung von
Quaddeln unter die Oberhaut injeziert. Gespritzt werden kann entweder
direkt an den Beschwerdeort oder das Störfeld, aber auch in das mit
dem erkrankten Organ korrespondierende Hautareal bzw. in und um
Nervenaustrittspunkte und Nervenknoten.

Eine ganze Reihe von Kombinationspräparaten mit
verschiedenen homöopathischen Inhaltsstoffen können das Ergebnis
der Behandlung optimieren.

Pro Behandlung werden ca. 2 – 6 ml des
Lokalanästhetikums (oder eines anderen für die Neuraltherapie
geeigneten Medikaments) gespritzt, je nach Beschwerdebild oft auch
auf mehrere Einstichstellen verteilt.

In einigen Fällen reicht bereits eine einzelne
Behandlung aus, häufig sind jedoch 5 – 10 Behandlungen sinnvoll,
um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

 

Fotolia Neuraltherapie